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Mit Farben lernen ..

Die Lernpsychologen wissen es längst: Bilder haben für das Lernen einen Wert, der nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Dabei sind es vor allem die skurrilen Bilder, die sich so hervorragend für dauerhafte Vernetzungen anbieten.

 

Der Wert von Farben ist in diesem Kontext wohl lange unterschätzt worden. Dabei geht es weniger um einfaches Kolorieren als vielmehr um logische Zusammenhänge.  

 

Ein Blick zurück ... 

Kunsterzieher wissen nur allzu gut um die haarsträubenden Diskrepanzen, die es noch bis zum Ende der 80er Jahre gab, wenn es darum ging, die Farben praktisch zu ermischen, die sich nach den Farbmischgesetzen realisieren lassen sollten. Erst mit der Einführung der DIN 5023 (Pelikan), einer Norm, die von da an die Farben des im Kunstunterricht häufig verwendeten Wasserfarbkastens festlegte, wurden diese Schwierigkeiten allmählich gelöst.

Mit der Einführung der Norm wurden vor allem die Farben Magenta und Cyan in die Schulmalkästen aufgenommen. In der Drucktechnik waren sie zu der Zeit längst selbstverständlich! Die Farbe Magenta findet man ansonsten allerdings nicht häufig. In gängigen Farbstiftsortimenten spielt sie so gut wie keine Rolle.

 

Das Grundfarbenproblem ...

Dass die Farben Gelb, Cyan und Magenta in der Druckindustrie eine Schlüsselrülle spielen, ist unbestritten. Ob sie allerdings im Rahmen des Kunstunterrichts tatsächliche die Bedeutung haben (sollten), die ihnen mit der Einführung der DIN 5023 zugeschrieben wurden, ist allerdings mehr als fraglich! Mit der Ablösung der alten DIN 5021 - das war die "Vorgängerversion" - wurden ja nicht nur neue Farben eingeführt, sondern andere Farben ausgetauscht. Karminrot fehlt seither! 

Über viele Jahrhunderte galten in der Malerie die Farben Gelb, Rot und Blau aus Grundfarben. in der Physik ist das übrigens ganz anders. Dort heißen die Grundfarben RGB (Rot, Grün und Blau).

In der Tat ist die Sache längst nicht so einfach wie sie vielleicht auf den ersten Blick aussieht. Im vergangenen Jahr wurde Goethes Farbenlehre 200 Jahre alt. Anlässlich des Jubiläums gab es bundesweit zahlreiche Ausstellungen, Tagungen und Kongresse, die sich mit dem Phänomen Farbe beschäftigt haben. In dem Zusammenhang spielt natürlich auch Isaac Newton eine wichtige Rolle, der sich schließlich auch sehr intensiv mit Farben beschäftigt hat und - auf den ersten Blick - zu ganz anderen Ergebnissen gekommen war als Goethe. Newton, dessen Optics bereits 1706 erschienen waren, hat sich intensiv mit dem Regenbogen befasst und sieben Farben ermittelt ...

 

Farben und Instrumente für die musikalische (Früh-)Erziehung

Zahlreiche Instrumentenhersteller verwenden allerlei bunte Farben für die Einzeltöne ihrer Instrumente. Eine herstellerübergreifende Norm, die sich außerdem an anerkannten Farbordnungen orientiert, ist bis heute nicht erkennbar. Wenn es aber tatsächlich gelingt, eine plausible Zuordnung von sieben Farb!en zu den sieben Stammtönen des musikalischen Alphabets herzustellen, dürften sich daraus zahlreiche Vorteile für das Lernen dieser Zusammenhänge ergeben. Experimente dazu lassen sich bis ins Altertum verfolgen!

In den Sortimenten handelsüblicher Stifte muss man lange nach den Farben suchen. Welche Farben sind die richtigen Farben? Was sind Grund-, was sind Mischfarben? Was sind Primär-, was sind Sekundärfarben? Warum führt das Mischen von Farbpigmenten zu anderen Ergebnissen als das Mischen farbiger Lichter ...?

          

Das Kugelschreiber-Set besteht aus sechs Farben. Sie kommen zumindest nah an die Primär- und Sekundärfarben heran.

Ähnlich verhält es sich mit dem unten abgebildeten Gelstift-Sortiment. Aber es sind eben nur sechs ... und nicht sieben Farben!

 

Farben im Musikuntericht ...

Farben spielen bei elementaren Instrumenten eine große Rolle. So mancher Hersteller verwendet eine große Palette bei einfachen Instrumenten.

Auch im Musikunterricht spielen Farben bisweilen eine große Rolle. Farbige Partituren, Malen nach Musik, Musik hören und Farben sehen ... es gibt vielfältige Verbindungen.

Im Kontext des Lernens lässt sich leicht eine Brücke schlagen vom Farbkreis zur Vermittlung der Elementarlehre, denn bei konsequenter Einführung lassen sich hier bahnbrechende fächerübergreifende Verbindungen herstellen ..., die schließlich dazu führen, dass der Umgang mit dem - für musikalische Laien - hochgradig symbolischen System der traditionellen Notation plötzlich nicht nur gelingt, sondern auch noch Spaß macht.


Farb-Ton-Röhren

Inzwischen gibt es ein neues Modell, das im Rahmen der Arbeit im Musikunterricht an allgemein bildenden Schulen durchaus Erfolge erkennen lässt. Ein System aus insgesamt sieben verschiedenen Röhren in sieben Farben für die einzelnen Töne des musikalischen Alphabets machen die Töne nicht nur hör-, sondern auch sichtbar. Durch die Eindeutigkeit der Zuordnung ergeben sich vielfältige musiktheoretische Zusammenhänge. Bei den Farb-Ton-Röhren handelt es sich übrigens nicht um Boomwhackers, sondern um ein einfaches Röhrenmodell, dessen Einzelelemente mit wenigen Handgriffen selbst hergestellt werden können!